NotfallPalli Hamburg: Würdevolle
Palliativversorgung im Notfall – dort, wo Menschen
sein möchten
Wenn ein Notfall am Lebensende eintritt
Die meisten Menschen wünschen sich, ihre letzte Lebensphase in vertrauter Umgebung zu verbringen – zu Hause, im Kreis ihrer Angehörigen oder in ihrer Pflegeeinrichtung. Doch die Realität sieht oft anders aus: Kommt es zu einer akuten Krise oder einem medizinischen Notfall, führt der Weg häufig direkt ins Krankenhaus. Auch dann, wenn dies gar nicht dem Wunsch der betroffenen Person entspricht.
Genau hier setzt das Pilotprojekt NotfallPalli Hamburg an.
Das Ziel: Menschen eine würdevolle, professionelle und schnelle palliative Versorgung im Notfall zu ermöglichen – ohne unnötige Krankenhauseinweisungen und dort, wo sie sich am sichersten fühlen: in ihrem vertrauten Umfeld.
Befinden Sie sich in einer palliativen Notfallsituation, wenden Sie sich bitte – je nach Dringlichkeit der Situation – an den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 oder in akuten Notfällen an die Hamburger Feuerwehr bzw. den Rettungsdienst unter 112. Beide Institutionen verfügen über die Kontaktdaten des Palliativen Notfallteams Hamburg und können, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, eine direkte Anbindung an das Notfallteam veranlassen.
Warum NotfallPalli in Hamburg dringend gebraucht wird
Täglich erleben Rettungsdienste, Notärzt und Krankenhäuser Situationen, in denen Menschen am Lebensende in eine Klinik eingewiesen werden, obwohl eine Behandlung dort weder gewünscht noch medizinisch sinnvoll ist.
Für die Betroffenen bedeutet dies oft:
-Trennung von Angehörigen und vertrauter Umgebung
-Belastende Transporte und Krankenhausaufenthalte
-Medizinische Maßnahmen, die nicht den eigenen Wünschen entsprechen
-Verlust von Selbstbestimmung in einer besonders sensiblen Lebensphase
Gleichzeitig fehlen bislang bundesweit geeignete Versorgungsstrukturen, um Menschen in solchen Situationen kurzfristig palliativ zu Hause oder in Pflegeeinrichtungen zu begleiten.
NotfallPalli Hamburg schließt genau diese Versorgungslücke.
Was ist NotfallPalli Hamburg?
NotfallPalli Hamburg ist ein deutschlandweit wegweisendes Pilotprojekt für die ambulante Notfall-Palliativversorgung.
Menschen, die aufgrund ihres Alters oder einer schweren Erkrankung keine Krankenhauseinweisung mehr wünschen, sollen im Notfall schnell und professionell palliativ versorgt werden können.
Dafür steht vom 01. Mai 2026 bis voraussichtlich 28. Februar 2027 eine zentrale 24-Stunden-Rufbereitschaft erfahrener Hamburger SAPV-Teams zur Verfügung.
Ergänzend können ambulante Hospizdienste kurzfristig unterstützen und Betroffene sowie Angehörige begleiten.
So funktioniert die Notfall-Palliativversorgung
Eine Anbindung an das Projekt kann erfolgen durch:
-Notärztinnen und Notärzte
-Ärztinnen und Ärzte des ärztlichen Bereitschaftsdienstes
-Palliativdienste in Krankenhäusern, wenn eine Krankenhauseinweisung nicht gewünscht oder medizinisch nicht sinnvoll ist
Das Ziel ist immer dasselbe:
Menschen am Lebensende dort zu versorgen, wo sie sein möchten – mit Respekt, Sicherheit und Würde.
Gemeinsam für eine bessere Versorgung am Lebensende
NotfallPalli Hamburg ist mehr als ein Projekt. Es ist ein Zusammenschluss zahlreicher engagierter Akteur aus Hamburg, die gemeinsam neue Wege in der Palliativversorgung gehen.
Beteiligt sind unter anderem:
-die Teams der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) PalliativPartner Hamburg, Pontis Palliative Care und Palliativ Care Team Alster
-die Ambulanten Hospizdienste Hamburger Hospiz e. V., Elbdiakonie e. V. und Hospizverein Hamburger Süden
-die palliativmedizinischen Abteilungen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), der Asklepios Klinik St. Georg und des Asklepios Klinikums Harburg
-die Hamburger Sozialbehörde
-die Hamburger Feuerwehr, inkl. Notfall-Seelsorge
-die Hamburger Notärztinnen und Notärzte, inkl. der leitenden Notärzte der Kliniken für Anästhesiologie am UKE und AK Harburg
-der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Hamburg e. V.
-die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg.
Gemeinsam verfolgen sie ein Ziel:
Menschen am Lebensende die Versorgung zu ermöglichen, die sie sich wünschen.
Wissenschaftlich begleitet – für die Zukunft der Palliativversorgung
Da es bisher kaum belastbare Daten zur Notfall-Palliativversorgung in Deutschland gibt, wird das Projekt wissenschaftlich begleitet.
Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Karin Oechsle aus dem Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) wird untersucht:
-Wie hoch der tatsächliche Bedarf an einer Notfall-Palliativversorgung ist.
-Welche Versorgungsformen sich bewähren
-Wie unnötige Krankenhauseinweisungen vermieden werden können
-Wie eine nachhaltige Umsetzung in Deutschland gelingen kann
Die Erkenntnisse sollen helfen, die Versorgung schwer kranker und hochaltriger Menschen langfristig zu verbessern.
Das PalliativQuartier Hamburg macht dieses Projekt möglich
Träger und Förderer des Pilotprojekts ist das PalliativQuartier Hamburg e. V.
Gemeinsam mit der Goldbach PalliativPflegeTeam GmbH und der Professur für Palliativmedizin am UKE wurde dieses innovative Versorgungsmodell entwickelt und auf den Weg gebracht.
Doch innovative Projekte wie NotfallPalli benötigen öffentliche Aufmerksamkeit, starke Partner und finanzielle Unterstützung.
Unterstützen Sie NotfallPalli Hamburg
Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, seine letzte Lebensphase selbstbestimmt und in Würde zu verbringen.
Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie dabei,
-die Palliativversorgung in Hamburg weiterzuentwickeln,
-Menschen und Angehörige in Krisensituationen zu entlasten,
-wichtige Aufklärungsarbeit zu leisten,
-und langfristig neue Versorgungsstandards für Deutschland zu schaffen.
Gemeinsam können wir etwas verändern.
Unterstützen Sie das PalliativQuartier Hamburg und helfen Sie mit, dass NotfallPalli Hamburg ein nachhaltiger Meilenstein für die Versorgung am Lebensende wird.

